Mechanische Vorreinigung

Im häuslichen Abwasser sind Schwimm- und Absetzstoffe enthalten, die mechanisch vorgereinigt werden müssen um eine Verstopfung des bepflanzten Bodenfilters zu verhindern. Ungelöste Teile wie Öle und Fette bilden in einem Absetzschacht eine Schwimmdecke. Fäkalien, Gemüsereste, Sand- und Erdpartikel setzen sich am Boden ab. Die mechanische Vorreinigung erfolgt in der Regel in einer Dreikammerfaulgrube.

Eine Dreikammergrube kann in Rechteckbauweise oder in Rundbauweise mit Betonfertigteilen errichtet sein. Die erste Kammer beansprucht die Hälfte des gesamten Vorklärungsvolumens, die zweite und dritte Kammer jeweils ein Viertel des Gesamtvolumens. Der Volumensbedarf für Kleinstkläranlagen sollte 0,3 m³ /EGW nicht unterschreiten mindestens aber 3,5 m³ betragen. Die Wassertiefe in der Dreikammergrube sollte mindestens 1m betragen, damit ein einwandfreies Absetzverhalten gewährleistet ist. Die Durchlässe von der ersten zur zweiten und von der zweiten zur dritten Kammer werden derart angeordnet, dass die Kammern untereinander hydraulisch getrennt sind, um Aufwirbelungen zu minimieren. Die Überläufe der Kammern werden mit Tauchrohren versehen, um den Feststoffrückhalt zu verbessern. Die Klärschlammentnahme erfolgt in der Regel aus der ersten Kammer, wo sich der überwiegende Teil der Schwimmstoffe und Absetzstoffe separiert.